Veränderungen im Laufe der Zeit

Seit Anfang der 70er Jahre änderte sich die Situation der ambulanten gesundheits- und sozialpflegerischen Dienste. Die Veränderung der Alterspyramide mit Zunahme der älteren und hoch betagten Menschen und die Abnahme der Mehrpersonenhaushalte und Singularisierung der Menschen hatten einen ständig steigenden Bedarf an Pflegekräften zur Folge. Die Pflegeleistung der wenigen Schwestern war ganz außerordentlich und auf die Dauer nicht zu halten.

Man reagierte zunächst mehr defensiv und reduzierte das Angebot durch die Einstellung von Haushaltsführungen und der Wöchnerinnenpflege. 1978 stellte man die durch lange Anfahrten zeitaufwendige Pflege in den Landgemeinden ein. Die Tätigkeit der Schwestenr beschränkte sich künftig auf den Stadtbereich.

 

Zu den Ordensschwestern kamen nun "weltliche" Schwestern. Diese sind examinierte
Krankenschwestern und Altenpflegerinnen.

 

Das Weiterbestehen des Konvents der Franziskusschwestern in Rosenheim scheint wegen fehlenden Ordensnachwuchses nur noch für wenige Jahre gesichert. Für diese Strukturveränderung ist Vorsorge getroffen.

 

Mitte Oktober 2011 wird der Konvent der St. Franziskusschwestern, welcher 93 Jahre bestanden hat, endgültig aufgelöst. Die letzten beiden tätigen Schwestern M. Agnella Häfner und M. Ulrike Weiss siedeln in den Alterskonvent nach Bad Feilnbach über.

 

Die zweijährigen Bemühungen, Franziskanerinnen vom Orden "Surorile Franciscane Misionare de Assisi" aus der Ordensprovinz Rumänien hier anzusiedeln, sind erfolgreich.

 

Am 22. Oktober 2011 kommen drei Franziskanerinnen aus Rumänien hier an. Es ist die erste Niederlassung des Ordens in Deutschland. Zu Beginn des Jahres 2013 werden Schwester Cristiana, Schwester Clara und Schwester Tatiana neben dem Erlernen der deutschen Sprache in der Kranken- und Altenpflege eingesetzt.